Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen!
In diesem Blog dokumentiere ich, wie ich im Rahmen meiner Maturitätsarbeit ein Fahrrad aus Bambus anfertige. Das Ziel dieses Projekts ist, ein leichtes, dynamisches und stabiles Fahrrad aus einem nachwachsendem Material, dem Bambus, herzustellen. Ich werde hier auf die technischen Aspekte dieses Themas eingehen und verschiedene Inspirationsquellen aufführen. Dabei will ich Euch einen interessanten Einblick bieten, was es heisst, ein Bambusvelo zu bauen.
Wenn ihr Anregungen, Tipps oder Fragen habt, schreibt einfach einen Kommentar. Viel Spass beim Lesen!

Samstag, 19. Februar 2011

Einkleben

Die Rahmenlehre transportierte ich zusammen mit den angepassten Rohren in die Werft von „Ganz Yachting“.Dort stand als Erstes das Feintuning der Lehre an. Dazu spannte ich die Rohre trocken in die Lehre und kontrollierte mit rechten Winkeln und einem selbst gebauten Senklot die Mittigkeit des eingespannten Rahmens. Anschliessend schliff ich die Rohre an beiden Enden 5 cm an, damit später das Laminat gut haftet. Weiter klebte ich die Rohre an den Stellen, die nicht laminiert wurden ab. So enstanden klare Übergänge zwischen Laminat und Rahmenrohr, da Epoxy nicht auf glatten Klebeband haftet. Für das Zusammenkleben mischte ich eine Spachtelmasse, bestehend aus Epoxyd-Harz und Baumwollpulver, mit der ich den Raum zwischen den Stahlmuffen und dem Bambusrohr auffüllte.

Hierzu verfuhr ich wie folgt:
• Alle abgeschliffenen Stellen mit Aceton waschen
• Mit Epoxyd-Harz (ohne Baumwolle) alle Teile befeuchten
• Am Tretlager Unterrohr- und Sitzrohr-Insert Spachtelmasse auftragen
• Unter- und Sitzrohr aufstecken
• Oberrohr durch Sitzrohr führen
• Spachtelmasse auf Steuerrohr-Inserts auftragen und in Unter-/Oberrohr stecken
• Sitzrohr mit Spachtelmasse füllen
• Sattelstützführung reindrücken und mit Halterung fixieren


Am folgenden Tag klebte ich den Hinterbau an das Hauptrahmendreieck. Zuerst die Ketten-, dann die Sitzstreben und den Bremssteg. Wichtig war, dass die Ausfallenden genau 120 mm auseinander und jeweils genau 60 mm von der Mitte entfernt sind, damit das Rad mittig im Hinterbau sitzt und nicht an den Ketten- und Sitzstreben schleift.
Die Mitte ermittelte ich mit dem Schnurlot, das ich über dem Spalt zwischen den beiden Grundplatten positionierte. Ausgehend von dieser Stelle mass ich die benötigen 6cm in beide Richtungen und positionierte so beide Ausfallenden.

Kommentare:

  1. Lieber Miro,

    ich wollte mal fragen ob Du Dein Bambus-Fahrrad schon fertig gestellt hast, leider lese ich seite einigen Monaten nichts Neues in Deinem Blog.

    Viele Grüße

    Andre

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  2. Lieber Miro,
    tolle sache das mit dem Radl. So eins würde ich auch gerne mal bauen. bei uns (im süden brasiliens und an der küste) frisst der rost nämlich jedes radl im nu auf....
    danke
    gabriela
    p.s. gibt es ein foto vom fertigen radl?

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  3. Hallo Miro,

    tolles Projekt! Ich finde es immer wieder erstaunlich, was alles möglich ist, wenn man sich nur mal traut und den Anfang wagt!
    Wie meine Vorredner schon fragten: Ist denn das fertige Projekt irgendwann zu bewundern?

    Gruß
    Göran

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  4. Hallo Miro,
    ich interessiere mich ebenso ob dein Projekt denn jetzt fertig gestellt ist und die das fertige Rad geworden ist.
    Dein Projekt fand ich von allen die gefunden haben das Interessanteste.
    Grüße
    Christoph

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  5. Ein echt cooles Projekt hast du da. Bist du mit dem Bambus Bike auch schon mal gefahren?

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  6. Mich würde ja mal interessieren, ob das Bike wirklich funktioniert bzw. fährt :-)

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  7. Mal ehrlich, hast du schön öfter mit Bambus gearbeitet? Für einen Neuling wäre das doch sehr schwer oder?

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  8. Übelst schwer. Versuch einfach mal etwas anderes aus "Holz" herzustellen :-)

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  9. Naja, die richtigen Meister ihres Fachs schaffen eben alles ;-)

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